Wir verstehen Architektur als einen Prozess des Lernens, Entwickelns und Ordnens. Die Entwurfsidee, die am Anfang eines Projektes steht, ist Ausdruck vieler, der Bauaufgabe innewohnenden, teilweise widersprüchlichen Aspekte: der Entwurf ist Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den funktionalen, städtebaulichen und sozialen Zwecken des Bauwerks und führt zu einer gestalterischen Lösung der Bauaufgaben.

Ein Gebäude sollte eine erinnerungswürdige Gestalt besitzen, die kein architektonischer Selbstzweck ist, sondern Ausdruck ihres Entstehungsprozesses: kein Dogma, aber in sich schlüssig. Im Nebeneinander der verschiedenen Baustoffe des Bauwerks spiegelt sich der Gedanke nach einer materialgerechten Konstruktion und einer haptischen Oberfläche der Gebäudehülle wider.

Der Entwurf ist somit ein Ordnungssystem, die Architektur reagiert auf einen konkreten Ort zu einer bestimmten Zeit: das Bauwerk ist fest in seinen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang verankert; man sieht ihm seine Entstehungszeit an, aber es ist nicht modisch.